Montag, 18. Juli 2016

Packen für den Weltjugendtag

Die Challenge: 1 Rucksack, 28kg Fassungsvermögen vs 14 Tage unterwegs durch Polen (Gdansk - Warschau - Krakow). Und es müssen mit:
- 1 Schlafsack
- 1 lange Hose
- 1 kurze Hose
- 1 Rock
- 4 T-shirt
- 1 Bluse
- 1 Sweatshirt
- 1 Jacke
- 1 Badeanzug
- 5 Unterhosen
- 4 Paar Socken
- Toilettenartikel, inkl. Waschmittel  (!)
- Ladegerät und Powerbank
- Lesestoff: Bibel, Philothea
- Laptop und Co, ich bin ja auch zum arbeiten da
- 1 Paar Sandalen
- 1 Paar Halbschuhe

Passt das da alles hinein?

Fürs Handgepäck:
- Reisedokumente (Pass etc)
- Tickets
- Rosenkranz
- Stift und Papier
- Schirm
- Wasserflasche

Die Aufzählung darf gerne als Checkliste for künftige Pilgerfahrten genommen werden. Morgen geht es nach Berlin und übermorgen mit Jugendlichen aus den Diözesen Berlin und Magdeburg nach Gdansk an die Ostsee.

So langsam wird's spannend...

Freitag, 8. Juli 2016

Musikalisch auf dem Weg nach Krakau: "In search of you"

Langsam kommt der Weltjugendtag in Krakau näher und näher. Wie es dem Titel dieses Blogs entspricht, bereite ich mich lesend und vor allem "hörend" darauf vor. Was eignet sich da besser, als eine musikalische Hommage an den hl. Johannes Paul II, den Vater der Weltjugendtage. P. Albert Gutberlet LC erinnert sich an den letzten Weltjugendtag des großen Papstes in Toronto 2002 und greift dessen Worte auf: "Ihr seid meine Hoffnung für die Zukunft. Ich habe euch gesucht, nun seid ihr zu mir gekommen. Ich danke euch!"

Man merke das ausgedehnte E-Baß-Solo am Schluss! Vom Feinsten! :-)

Donnerstag, 7. Juli 2016

Online Spendenkampagne für ein neues Dach der Apostolischen Schule in Bad Münstereifel ist gestartet

Erinnert ihr euch an Freitag, 27. Mai 2016? In ganz Deutschland gab es heftige Unwetter. Ich weiß nicht, wie es bei euch war, aber in Köln wurde es ziemlich finster und setzten Regenfälle ein, dass man sich an die Sintflut gemahnt fühlte. Das ging dann das Wochenende so weiter. Besonders heftig muss es dem kleinen Ort Bad Münstereifel gewesen sein. Sogar in der erhöht liegenden Apostolischen Schule „Collegium Maria Immaculata“ liefen Kellerräume voll Wasser, Bäume stürzten um und das Dach des Nordtraktes wurde durch Hagel stark beschädigt.

Bruder Julian Storath LC, von der Schulverwaltung, hat den Tag so erlebt:
Die ersten starken Regenfälle begannen um 14:15 Uhr. Um 14:45 setzte der Hagel ein. Bereits um  14:55 floss das Wasser als kleiner Bach von der Wiese hinter dem Haus über die Kellertreppe in den Keller. Der Abfluss vor der Kellertreppe konnte die Wassermassen nicht bewältigen, durch das Schlüsselloch der Kellertür trat Wasser ein, anschließend konnte die Tür den Wasserdruck nicht mehr Stand halten und brach nach innen durch. Die Lagerräume im Keller wurden überflutet, zudem drang Wasser auch durch die Lichtschächte des Kellers über die Fenster ein.

Am nächsten Tag sah es draußen wie im Winter aus. Leider war die weiße Pracht kein Schnee, sondern harte Hagelkörner, die dem schon älteren Dach des Nordtraktes den Rest gegeben hatten. Da regnete es nun an verschiedenen Stellen hinein. Um das Dach neu zu decken und mit einer dringend benötigten Wärmedämmung zu versehen, hat die Apostolische Schule, die ausschließlich durch Schulgelder und Spenden finanziert wird, nun eine Online-Kampagne gestartet. Bis zum Ende der nordrhein-westfälischen Sommerferien am 23. August 2016 sollen die Bau- und Reparaturarbeiten, die sich ersten Schätzungen auf ca. 25.000,00 Euro belaufen könnten, abgeschlossen sein.

Finden wir bis zum 23. August 2.500 Menschen, die jeweils 10,00 Euro für das Dach Apostolischen Schule spenden?

Bitte helft uns dabei! 

Und so geht's:
  1. Ihr loggt euch auf www.regnumchristi.eu/de/spenden-und-projekte als Unterstützer ein. Wahlweise benutzt ihr den facebook-button oder gebt eure E-Mail Adresse ein. 
  2. Teilt die Kampagne mit möglichst vielen Freunden, Followern in allen sozialen Netzwerken, die ihr habt: Facebook, Twitter etc.
  3. Wenn ihr uns mit einer Spende unterstützt, erhaltet ihr ein persönliches Spendenzertifikat per Mail. Das könnt ihr einrahmen oder per Instagram teilen und eure Freunde daran teilhaben lassen, dass ihr euch die Vielfalt innerhalb der deutschen Schullandschaft einsetzt. 

Mein unsterblicher Dank - und der der apostolischen Schüler - wird euch nachschleichen. Oder anders ausgedrückt: Vergelt's euch Gott!

Freitag, 1. Juli 2016

Limburg hat wieder einen Bischof!

Bild und Meldung: Bistum Limburg
TRIER/ LIMBURG.- Mit der Ernennung von Monsignore Dr. Georg Bätzing, derzeit noch Generalvikar im Bistum Trier, zum Bischof von Limburg endet die Sedesvakanz nach dem Rücktritt von Franz-Peter Tebartz-van-Elst im März 2014.

Im ersten Moment sei er erschrocken gewesen, freue sich aber jetzt auf seine neue Aufgabe, betonte Bätzing. Dem Nachbarbistum habe er in den vergangenen zwei Jahren stets einen guten neuen Bischof gewünscht: "Niemals habe ich gedacht, dass ich das sein würde", sagte er am Tag seiner Ernennung. Im Vertrauen auf Gott und darauf, "dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat", übernehme er das Bischofsamt, auch wenn es ihm nicht leicht falle, Trier zu verlassen. Die Christen im Bistum Limburg bat er um ihr Gebet: "Beten Sie für mich, dass unser gemeinsamer Weg in der Kirche von Limburg gut wird und unter Gottes Segen steht. Die Freude darauf wächst schon in mir."

Bischof Stefan Ackermann von Trier gratulierte selbst bei der Bekanntgabe dem Bistum Limburg zu der Wahl Bätzings: "Limburg bekommt einen ausgezeichneten Bischof." Er sei eine Persönlichkeit, die "menschlich warmherzig, verbindlich und klar zugleich" sei. Georg Bätzing könne gut zuhören, er setze auf Beteiligung, wirke vermittelnd, scheue aber auch vor Entscheidungen nicht zurück". Bätzing sei "Priester aus ganzem Herzen und ein inspirierender Prediger".

Man kann auch mit den Händen singen

Es sind schon viele Sprachversionen und Videos der Weltjugendtagshymne entstanden, aber so eine hat es noch nie gegeben. Wir können die Hymne nun in einer weiteren Sprache hören und… sehen. In (polnischer) Gebärdensprache. Die Seelsorge für Gehörlose der Diözese Wrocław hat eine Aufnahme der Weltjugendtagshymne in Gebärdensprache vorbereitet. An diesem Projekt nahmen mehr als 40 Personen teil – hörende, schwerhörende und taube Menschen, u.a. der Bischof von Wrocław, der dafür extra einen Schnellkurs in der Gebärdensprache bekam.



[2016-04-22 auf www.krakow2016.com]

Gebetsmeinung des Heiligen Vaters im Juli 2016

1. Wir beten für bedrohte Volksgruppen: um Respekt und die Bewahrung ihrer Identität.

2. Wir beten für die Kirche in Lateinamerika und der Karibik: um einen neuen Elan der Evangelisierung.

Montag, 27. Juni 2016

Rückendeckung von Benedikt

Und wieder ist ein Versuch daneben gegangen die 'beiden Päpste' auseinander zu dividieren. Auf dem Rückflug von Armenien antwortete Papst Franziskus während der 'fliegenden Pressekonferenz' auf die Frage eines Journalisten, ob es zwei Päpste gäbe, wie folgt: 
"Es war da eine Zeit, da hat es drei gegeben! Ich habe diese Erklärungen (von Erzbischof Gänswein, Anm.d.R.) nicht gelesen. Benedikt XVI. ist der emeritierte Papst, an jenem 11. Februar hat er klar gesagt, dass er vom kommenden 28. Februar an auf sein Amt verzichtet. Dass er sich zurückzieht, um der Kirche mit dem Gebet zu helfen. Benedikt ist im Kloster und betet. Nie werde ich jene Ansprache vor den Kardinälen am 28. Februar vergessen, als er sagte: ‚Und unter euch ist mein Nachfolger: ich verspreche ihm meinen bedingungslosen Gehorsam‘. Und er hat es getan!
Viele Male habe ich ihn besucht, und wir telefonieren miteinander, vor ein paar Tagen hat er mir einen kleinen Brief geschrieben, um mir alles Gute für diese Reise zu wünschen. Ich habe schon gesagt, dass es eine Gnade ist, im Haus einen weisen Großvater zu haben. Ich habe ihm das auch persönlich gesagt und er hat gelacht. Er ist für mich der emeritierte Papst, ein weiser Großvater. Er ist der Mann, der mir mit seinem Gebet die Schultern und den Rücken deckt.

Dann habe ich – ich weiß nicht, ob das wahr ist – Gerüchte über einige gehört, die zu ihm gegangen sein sollen, um sich über den neuen Papst zu beschweren, und er habe sie mit seinem bayerischen Stil (was meint er denn damit?) hinausgeworfen. Wenn das nicht wahr ist, dann ist es gut erfunden, denn er ist ein Mann, der zu seinem Wort steht, ein aufrechter Mann.
Er ist der emeritierte Papst. Ich habe Benedikt öffentlich dafür gedankt, dass er die Tür für die emeritierten Päpste aufgestoßen hat. Mit der heutigen großen Lebenserwartung: kann man in einem gewissen Alter und mit den altersbedingten Beschwerden eine Kirche leiten? Er hat diese Tür aufgemacht. Doch es gibt nur einen Papst, der andere ist emeritiert. In der Zukunft wird es vielleicht zwei oder drei geben können, doch sie sind emeritiert.

Übermorgen ist die Feier des 65. Jahrestages der Priesterweihe Benedikts. Da wird es eine kleine Feier mit den Leitern der Dikasterien geben, da er etwas Kleines vorzieht, ganz bescheiden. Ich werde etwas zu diesem großen Mann des Gebets und des Muts sagen, der der emeritierte Papst ist, nicht der ‚zweite Papst‘, und der seinem Wort treu und sehr weise ist.“

Mittwoch, 8. Juni 2016

Was Er uns sagt, das wollen wir tun

Aus der Päpstlichen Generalaudienz von heute, 8. Mai 2016:
Die Hochzeit von Kana, von der das Johannesevangelium erzählt, ist weit mehr als das erste von Jesus überlieferte Wunder: „In Kana werden die Jünger Jesu seine Familie, und in Kana wird der Glaube der Kirche geboren.” Das sagte Papst Franziskus im Rahmen seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch, die er bei strahlendem Wetter für Tausende von Pilgern auf dem Petersplatz hielt. Die Tatsache, dass Jesus gemeinsam mit seinen Jüngern auf der Hochzeit von Kana erscheine und erstmals öffentlich ein Wunder vollbringe, sei der „Startschuss“ für sein Wirken, so Franziskus: „Jesus erscheint als der Bräutigam des Gottesvolkes, der von Propheten angekündigt worden war, und zeigt uns die Tiefe der Beziehung auf, die uns an ihn bindet: Es ist eine Neue, auf Liebe gegründete Allianz. Was ist die Basis unseres Glaubens? Ein Akt der Barmherzigkeit, mit dem Jesus uns an sich gebunden hat.“
Es sei die Muttergottes selbst gewesen, die auf das Fehlen des für ein Freudenfest unerlässlichen Weins hingewiesen hatte, unterstrich der Papst. Denn Wasser sei lebensnotwendig, doch der Wein dürfe nach den Propheten auf einem messianischen Fest nicht fehlen. So sei die Verwandlung des Wassers vor allem ein vielsagendes Zeichen, das Jesus gebe, führte Franziskus aus: „Er verwandelt das Gesetz Mose in Evangelium, den Freudenspender. Wie sagt Johannes selbst an anderer Stelle: ,Das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit durch Jesus Christus´”.  
Die Worte, die Maria an die Diener richtete, erhielten eine ganz besondere Bedeutung aufgrund der Tatsache, dass es die letzten von ihr überlieferten Worte seien, so der Papst: „Es ist kurios: Das sind die letzten Worte, die die Evangelien übermitteln, sie sind das Erbe, das sie uns allen hinterlässt. Auch heute sagt die Muttergottes zu uns allen: ,Was er euch sagt, was Jesus euch sagt, das tut.´ Das ist das Erbe, das sie uns hinterlassen hat. Das ist schön! Es handelt sich um einen Ausdruck, der die Glaubensformel aufnimmt, die das Volk Israels am Sinai als Antwort auf die Verheißung des Bundes gegeben hat. Und in der Tat, in Kana gehorchen die Diener. Dem Herrn zu dienen heißt, sein Wort zu hören und in die Tat umzusetzen.“ 

(rv 08.06.2016 cs)

Mittwoch, 1. Juni 2016

Radio Mariam: Eine Stimme für die arabischen Christen "On Air"

Die Radio Maria Weltfamilie ist seit dem 8. Dezember 2015 um ein Mitglied reicher.  Bisher gibt es auf Radio Mariam während acht Stunden täglich ein Liveprogramm aus Gebet, Musik, Katechese und Information zu hören.

Insgesamt gibt es international mehr als 14.300.000 Christen. Davon sind über 700.000 seit Beginn des Bürgerkrieges 2011 aus Syrien geflohen. Die arabischen Christen verstehen sich in den Ländern in denen sie seit Generationen leben (Libanon, Jordanien, Irak, Ägypten) als Teil der Urbevölkerung, die seit der Expansion des Islam im 7. Jahrhundert zunehmend an den Rand gedrängt wird.
Mit diesem neuesten Projekt, das auch von Radio Horeb in Deutschland unterstützt wird, hat die Weltfamilie von Radio Maria versucht, ein "Medium" zu schaffen, dass eine "On-Air-Stimme" für die Menschen im Mittleren Osten und vor allem für die orientalischen Christen sein möchte.
Bilder und Info von Radio Horeb.



Zu hören ist das Programm von --> Radio Mariam derzeit ausschließlich als Web-Radio und über App für Android/ Windows / iPhone.




Gebetsanliegen des Heiligen Vaters im Juni 2016

1. Für die Älteren und für die am Rande Stehenden - für Orte der Begegnung und der Unterstützung

2. Für die Seminaristen und die jungen Ordensleute - um Freude und ganzheitliches Wachstum

Donnerstag, 26. Mai 2016

Ist Herkunft immer biologisch?

Bei den aktuellen Diskussionen rund um Flüchtlinge, Immigranten, Integration oder Abschiebung stößt mir ein Punkt immer mehr auf: Je höher der Anteil offensichtlich "ausländisch" aussehender Menschen auf den Straßen wird, desto schneller schnappen die Schubladen zu bzw. desto geringer wird die Akzeptanz der Herkunftgeschichten von Leuten wie - ähm, *räusper* - mir. Was meine ich damit? Wer dieses Blog aufmerksam verfolgt oder mich persönlich kennt, weiß, dass man mir meine allgäuerisch-hamburgische Herkunft erst auf den zweiten Blick anmerkt. Das Augenfälligste ist mein koreanischer Genpool. Seltsamerweise musste ich noch nie so oft und so detailliert meine Herkunft erklären und blickte noch nie in so verständnislose Gesichter, wie jetzt, da die Anzahl ausländischer Mitbürger sich gefühlt vervielfacht hat. Das ist irgendwie paradox. Dennoch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, je mehr der Begriff des "Deutsch-seins" und die Frage "wer denn nun ein Deutscher im eigentlichen Sinne" ist, diskutiert wird, desto weniger werden Menschen wie ich, die sich zwar als komplett deutsch verstehen aber nicht danach aussehen, verstanden. Wenn ich für jedes Mal, das ich ein "aber du bist doch nicht wirklich deutsch" oder "wo kommen denn  deine echten Eltern her?" gehört hätte, einen Euro bekommen würde, wäre ich erheblich reicher als ich jetzt bin.

Zu diesem Schubladendenken im Allgemeinen hat der liebe Bloggerkollege Kingbaer auf Radio Horeb mal sinngemäß gesagt: "Je komplexer die Welt wird, umso größer wird die Sehnsucht nach Orientierung und einfachem Denken." Das mag schon sein, aber für die Menschen, die da nach dem ersten Augenschein in eine Schublade gesteckt werden, ist es da drin nicht unbedingt gemütlich. Die Welt und auch einzelne Lebensgeschichten sind halt oftmals nicht so einfach, wie sich mancher das vorstellen. 

Mittwoch, 25. Mai 2016

Papst Franziskus spricht deutsch!

Mit einer heute veröffentlichten Videobotschaft lädt Papst Franzikus zum 100. Katholikentag nach Leipzig ein. Er fordert die Teilnehmer dazu auf, mit den geschundenen Mitmenschen barmherzig zu sein wie der Vater im Himmel und sich in der Beichte von Gottes Verzeihung und Beistand überfluten zu lassen.

Was bedeutet mehr in der Kirche? Titel oder Dienst?

Wenn man die lauten Forderungen katholischer Laienverbände glaubt, die rund um den Gedenktag der heiligen Kirchenlehrerin Katharina von Siena jedes Jahr wieder vorgebracht werden, könnte man auf die Idee kommen, dass in der Kirche nur derjenige zählt, der irgendwelchen formellen Einfluss hätte. Ein offzielles Amt innehaben, eine Funktion bekleiden, mit einem Titel angesprochen zu werden, Macht auszuüben, darauf scheint es anzukommen. Als "einfacher Gläubiger" (generisches Maskulinum), der in die Kirche geht, weil er in der Heiligen Messe und den Sakramenten dem Herrgott begegnen möchte, in Andachten oder Gemeindearbeit sich für andere aufopfert, scheint man keine Rechte zu haben. Zumindest nicht in den Augen der sogenannten "Engagierten Laien". In deren Augen sind die oft lautlos Tätigen und Betenden nur hammelhaft unmündige Arme, die aus ihrem Kinderglauben befreit werden müssen. Sie sehen nur diejenigen, "die im Licht" des Altarraum stehen, "die im Dunkel" des Alltags sehen sie nicht. Anders ist das wiederholte Herumreiten auf dem Thema Priestertum der Frau nicht zu erklären, wobei die Realistischeren unter ihnen erst mal auf dem Diakonat für die Frau bestehen. Auch wenn Bibel und Kirchengeschichte sonst nicht zu den bevorzugten Quellen jener Kleingeister gehören, werden die früh- und ostkirchlichen Diakonissen eifrig bemüht, wenn damit an der Sakramentalität des dreistufigen Weiheamtes (Diakon - Priester - Bischof) gekratzt werden kann. Da wird dann sogar die Autorität des Papstes bemüht, wenn jener gegenüber Ordensoberinnen verlauten lässt, dass er eine Kommission einrichten möchte, "die die Aufgaben der Diakoninnen der frühen Kirche klärt, um daraus etwaige Schlussfolgerungen für eine zukünftige kirchliche Praxis zu ziehen." 

Wenn man sich die Ansprache des Papstes allerdings genauer anschaut, stellt sie sich im Wortlaut wesentlich weniger revolutionär dar, als gedacht. Da διακονία diakonía schlicht ‚Dienst‘ heißt, geht es bei der "Frage des Handelns" sehr schnell um die Frauen geweihten Lebens, die bereits sehr viel für Armen tun und also mit den Diakonissen des frühen Christentums vergleichbar wären. Und die Bloggerin Braut des Lammes weist auf andere bereits bestehende, spezifisch weibliche Berufungen in der Kirche hin, namentlich die Apostolatshelferin, die allerdings hierzulande fast dem Vergessen anheim gefallen ist. "Ob das wieder einmal damit zu tun hat, daß diese oft unerkannt unter den Menschen leben, oder damit, daß es eine Berufung ist, in der Jesus einen Menschen auffordert, alles zu lassen und ihm nachzufolgen, mithin eine zölibatäre, wer vermag das zu sagen?" fragt die Braut des Lammes und fährt erklärend fort:  "Die Apostolatshelferin ist dem Bischof unterstellt, der wiederum darauf vertrauen kann, daß sie jede Tätigkeit als Sendung annehmen wird, die er für die Ortskirche als notwendig ansieht, um den Menschen zu dienen. Das ist für mich Diakonia im unmittelbaren Sinne." Also abgesehen davon, dass es bereits genug Arbeitsfelder innerhalb des Weinbergs des Herrn gibt, auch für Frauen, die jedoch vielleicht mehr mit Arbeit als mit Ruhm und Titeln zu haben, wies der Papst auf zwei weitere Versuchungen hin:  "die eines Feminismus, der vergesse, dass die Würde der Frau in der Kirche ihr aus der Taufe zukommt, und der Versuchung des Klerikalismus, wenn Priester ohne auf Zusammenarbeit und Synodalität zu setzen alles alleine entscheiden wollten. Dieser Klerikalismus werde oft genug von Laien unterstützt, die sich selber „klerikalisieren“ ließen." Besonders Letzteres sollte den drei-bis-vier-Buchstaben-Verbänden noch in den Ohren klingen, wenn sie nächstes Jahr wieder versuchen, die ehrenwerte, heilige Kirchenlehrerin Katharina vor ihren Karren zu spannen.

Samstag, 14. Mai 2016

Pfingstnovene: Komm herab, oh heil'ger Geist - Tag 9

Hymnus
Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.


Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.

Bitte um eine oder mehrere der zwölf Früchte des Heiligen Geistes.

Heute: Sanftmut, Treue und Bescheidenheit

Ein Vaterunser, ein Ave Maria und ein Ehre sei dem Vater in der Meinung des Heiligen Vaters für den Monat Mai 2016:

  • Um Respekt für die Frauen – ihre Beitrag für die Gesellschaft soll anerkannt werden.
  • Einen Rosenkranz für die Ausbreitung des Evangeliums und den Frieden.

Gebet

Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte.
Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich das Heilige nimmer verliere.
(dem hl. Augustinus zugeschrieben)
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